Kein Mensch ist illegal! / Expertenmobil

„Wie kann ein Mensch illegal sein?"
(Elie Wiesel)

Das Projekt Kein Mensch ist illegal begann im Rahmen des Hybrid Workspace auf der documenta X. Für 10 Tage wurde von mehr als dreißig politischen Aktivisten ein temporäres Büro der NO-BORDER-Bewegung eröffnet. Es handelte sich um eine Kollaboration von unterschiedlichen Netzwerken, die sich überwiegend in deutschen Großstädten gebildet hatten. Im Zentrum des Diskurses steht die Forderung nach globaler Freizügigkeit und die Ablehnung aller Vor- und Nachteile, die sich aus Staatsbürgerschaften ergeben. Die dezentral und zum Großteil sehr praktisch arbeitenden Gruppen kommen regelmäßig zu Arbeitstreffen zusammen. Darüber hinaus besteht ein intensiver Austausch über das Internet.
„Jeder Mensch hat das Recht, selbst zu entscheiden, wo und wie er leben will. Der Regulierung von Migration und der systematischen Verweigerung von Rechten steht die Forderung nach Gleichheit in allen sozialen und politischen Belangen und nach der Respektierung der Menschenrechte jeder Person, unabhängig von Herkunft und Papieren, entgegen. Der zufällige Geburtsort eines Menschen kann nicht über seine Inklusion oder Exklusion entscheiden.“
The first no border meeting took place in Amsterdam in December 1999. It's there that a mailing list was established. It enables many grass root groups, including groups out of Europe, to coordinate actions, to exchange information and to discuss about migrations and borders. Many No-boder-camps have been organized since then near the borders of European countries: Ukraine and Slovakia, Germany and Poland, Sicily, Spain, and also at the Mexico-US border. www.noborder.org/camps
Das Netzwerk, das aus dem Projekt Kein Mensch ist illegal entstanden ist, führt regelmäßig No-Border-Camps dort durch, wo Grenzen zu massiven sozialen Widersprüchen führen oder so genannte Illegale in Lagern konzentriert werden. Das Netzwerk lädt ebenso Video-, Radio- und Netzwerkaktivisten wie Fotografen, Kommunikationsguerilleros, Künstler, Musiker, DJs und Journalisten dazu ein, am Camp mit ihren eigenen Mitteln selbstverantwortlich teilzunehmen.

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