Till Nikolaus von Heiseler Daniela Schiffer tnvh tnvh Daniela Schiffer Till Nikolaus von Heiseler Till Nikolaus von Heiseler Daniela Schiffer tnvh tnvh Daniela Schiffer Till Nikolaus von Heiseler

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Theorie

No:B.orderland ist ein themenzentriertes Produktionsarchiv.

Kritik einer Weltverfassung (blog)
Der politische Hintergrund des No:B.orderland Projekts wird in diesem Text deutlich gemacht. Ursprünglich wurde der Text für einen Artikel für die 5th International die Conference of Chief Justices of the World on Article 51(c) of the Constitution geschrieben und in der den Kongress begleitende Publikation „Concepts in Law“ - Understanding the Past, Analysing the Present & Visualising the Fultur (Hrg.: Carmo D’Souza, Porbavaddo, Calangute, Bardez, Goa, Indien 2004, p.117-124)) publiziert. Der Kongress fand am 10.-12. Dezember 2005 in Lucknow, India statt. Zu ihm erschienen Vertreter aus über 80 Nationen. Initiert wurde der Konkress von Prof. Dr. D’Souza der an einer Weltverfassung arbeitet.

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Die NEUE MEHODE als Kollektivtechnik
Wie können Techniken entwickelt werden, in denen Kollektivität nicht zu endlosen, fruchtlosen Diskussionen, political correctness und Mitteläßigkeit führt? Wie ist es möglich, die Radikalität individueller Autorenschaft mit einer offenen Kollektivität zu verbinden? Wie kann Offenheit von Projekten verwirklicht werden, ohne dass diese „verrauschen“?
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Funktion
Die Funktion des Archivs ist somit das Entkoppeln von Produktion und Distribution. Ziel dieser Entkopplung soll es sein, zu verhindern, dass die Produktion sich an den Erfolgen der Distribution ausrichtet und auf diese Weise die mediale Redundanzmaschinerie befeuert wird.

Projekte, die sich aus dem Archiv speisen, sind über jeweilige Verweise auf das Archiv und über die gemeinsame Entwicklung und den Diskurs über von Methode der Produktion und Formate der Distribution miteinander verbunden.

No:B.orderland ist einerseits in programmatischer Weise der Ästhetik des Archivs verpflichtet (Logik der Einspeisung), andererseits erhält es seine Struktur durch seine Benutzung.
Die formalen Grundlagen der Einspeisung sind: Logik des Materials, tatsächlich stattfindende Kommunikation, Spielregeln gewisser von uns entwickelter Formate und die (nicht zu vermeidende) Vorstellungen der einen oder anderen Distributionsform (Format).

Alle Bearbeitungen des Ausgangsmaterials werden in das Archiv zurückgeschrieben und so Material für neue Bearbeitungen. Auf diese Weise bildet das Archiv nicht nur die Produktionsgrundlage der einzelnen Projekte, sondern die jeweiligen Projekte schaffen durch die Benutzung des Archivs Strukturen, die ins Archiv zurückgeschrieben werden.

Wozu Medientheorie? (WIKI)
Ist ein Gespräch zwischen Wolfgang Ernst, Leiter des Seminars für Medienwissenschaft an der Humboldt Universität Berlin, und Till Nikolaus von Heiseler. Das Skript ist der erste Beitrag der gleichnamigen Publikation, an der auch Matthias Lilienthal, Detlev Schneider, Wolfgang Hagen, Dirk Baecker, Pit Schultz und Florian Schneider beteiligt sein werden. Es ist möglich, im Wiki für die Publikation Texte und Kommentare abzulegen.
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Das Projekt schließt geistig an die Arbeit Kein Mensch ist illegal an und verweist auf die NO BORDER-Bewegung. Formal schließen wir an unser Radio- und CD-Projekt Global Talk Radio (im Rahmen von reboot.fm), insbesondere an die Reihe „Komponierte Wirklichkeit“, an.


Ein Beispiel für eine vielversprechende Konstellation wäre, Gespräche mit "Illegalen" im Klo einer Oper zu installieren.

 

About

No:B.orderland ist ein Online-Audiarchiv, zu zwei Themenkomplexen:

No border! – No border? / Alltägliche Praxis der Exklusion / Grenzpolitik der EU und der USA / Ermöglichung des Zugangs zu Wissen, Information und Bildung / Vergleich von Inklusions- und Exklusionspraxis in unterschiedlichen Gesellschaften / Gefängnis & Abschiebung / Klanglandschaften der EU-Außengrenzen.
&
Identität / Selbstbeschreibung / Biografie / Selbsterfindung / gesellschaftliche Imagination / identitätskonstruierende Momente: Familie, „Nation“, Arbeit, Geschlecht etc. / mediale Stereotype / die Differenz zwischen Eigen- und imaginierter Fremdsicht / damit verknüpft: Wie verändert das Aufnahmegerät das Gespräch?

No:B.orderland wird von folgenden Projekten genutzt werden: Vom Soundartprojekt In-KLO-sion/Exklusion, vom Radioprojekt Hasenheide Talk, vom Videoprojekt Citypark-Night-Shot und vom Installations- und Netzradioprojekt The Absence of Images. Darüber hinaus steht es jedem frei, sich Material anzuhören oder herunterzuladen.

Auch andere Projekte können das Archiv nutzen.

Das Material kann von derselben Person, die es produziert hat, verarbeitet werden. Ebenso steht es anderen Personen zur Verfügung. Auf diese Weise wächst das Archiv im Verbund mit den einzelnen Projekten organisch. Darüber hinaus können andere Projekte in anderen Medien aus dem Material des Archivs entstehen.

Die Grundidee des Projekts ist im Beitrag „Kritik einer Weltverfassung“ ausgedrückt. Die zentrale Frage der Kollektivität wird im Text „Die NEUE METHODE als Kollektivtechnik“ behandelt


Alle Aufnahmen können kostenlos für unkommerzielle Zwecke genutzt werden. Dies schließt auch das Senden durch Freie Radios ein. Alle Beteiligten erlauben eine Nutzung durch öffentlich-rechtliche Sendeanstalten.

 

Links
formatlabor.net
Das Kollektiv der NEUEN METHODIKER@reboot.fm
kein.theater.blog
neue-methode.de

Das Material für die Klanginstallationen besteht aus:
· situativen Gesprächen mit teilweise ausgegrenzten Personen zu der Frage: „Sollte man alle politischen Grenzen abschaffen?“
· Klanglandschaften der neuen EU-Außengrenzen
· Diskursen und Meinungen, auch international (Telefoninterviews), mit bzw. von Wissenschaftlern und Organisatoren entsprechender Bewegungen
· Ausschnitten aus entsprechenden Lebenswelten (O-Ton bzw. O-Ton-Komposition)
· entsprechender Musik (direkt aus der lebensweltlichen Situation aufgenommen)

Ein No:B.orderland Projekt könnte die Klanglandschaften der EU-Außengrenze erkunden.

Ein Kurator: was sind die umgebungsgeraeusche von den europaeischen grenzen?

TNvH: Was die Soundlandschaften der neuen EU-Außengrenzen angeht, werden wir sicherlich mit akustischen 1 zu 1 Abbildungen von Musizierenden und singenden Menschen und von den jeweiligen Orten der Arbeit der Interviewten und ihrem sozialen Umfeld arbeiten (Fabriken, Märkte, Feste). Aus geeigneten Tönen entstehen dann Montagen, die eher nach musikalisch-mathematischen Prinzipien komponiert werden. Die unmittelbare Grenzabfertigung, Interviews mit Personen, die die Grenze überqueren und denen, die sie eben nicht überqueren können, werden natürlich auch wichtig werden. Vernetzt ist das Projekt mit unserem offenen Archiv, in dem weitere Audiotracks, kurze Videos, Texte und Bilder hochgeladen werden können. Einzelne Themen kehren in anderen Projekten wieder.

Wir suchen sowohl Orte, die die Toleranz und den Mut aufbringen uns als eingeschlossenes Ausgeschlossene zu präsentieren als auch Partner, die uns Orte vorschlagen und die die entsprechenden Kontakte, auch im Ausland, haben.

Das mit der Installation verknüpfte offene Online-Audio-Archiv No:B.orderland wird, sobald eine Finanzierung zustande gekommen ist, realisiert werden. Es wird offen sein für alle Beiträge, die sich mit den Themen soziale Inklusion/Exklusion, No Border, Migration etc. beschäftigen. Länge und Gestaltung werden vom jeweiligen Autor frei bestimmt. Das Archiv wird regelmäßig gewartet. Es wird ausschließlich auf der Basis von Open Source Software verwirklicht und durch ein Forum ergänzt werden.

Wir hoffen, dass das Archiv No:B.orderland sich mit anderen Projekten verbinden lässt und für diese unter Umständen Grundlage und Inspiration bildet.

Eine wichtige Form wird der O-Ton sein: Klanglandschaften oder Gespräche an denen das Besondere ist, dass es keinen außenstehenden, scheinbar neutralen Beobachter oder Interviewer gibt, sondern dass derjenige, der die Aufnahmen macht, Teil des Geschehens wird (Handelnder Beobachter). Einen anderen wichtigen Teil werden die Klanglandschaften der neuen EU-Außengrenzen bilden. Das Material einschließlich der Gespräche wird für die Installation nicht didaktisch-logisch, sondern musikalisch-assoziativ geschnitten. Durch den bewussten Verzicht auf Glättung (beispielsw. das Herausschneiden der Ansprechproben und des Piepens, mit dem ein Minidisc-Player seine Aufnahme beginnt) soll der „authentisch“-grobe Materialcharakter der Aufnahmen erhalten bleiben. Die Materialien laufen entweder ungeschnitten oder aber werden von uns zu kleinen Kompositionen aus Musik, Theorie und Lebenswelt zusammengestellt.

Work in Progress

No:B.orderland befindet sich in der Konzeptionsphase.

Arbeitsweise: Das Archiv No:B.orderland entwickeln wir offen in einem WIKI. Die Vorschläge des WIKIs werden in regelmäßigen Abständen fixiert.


Hör- & Sehbeispiele

Der Sänger und der Didgeridoo-
Spieler

Musik in der Hasenheide

Die Session kam folgendermaßen zustande: Ein Schlagzeuger und Sänger übte auf seinen Trommelpatts mit Kopfhörern und kaum hörbar. Ein Didgeridoo-Spieler nahm den Rhythmus auf. Ein Wechselspiel über eine Distanz von ca. 20 Metern entwickelte sich. Der Didgeridoo-Spieler ging auf den Schlagzeuger und Sänger zu, der nun anfing zu singen. Eine Session entwickelte sich, ohne dass nur ein Wort gesprochen wurde.
[Auschnitt hören, 2 MB] [Download ogg-player]

 

Five Loops
Loops wiederholen sich endlos. Material dieser Wiederholungen sind Bruchstücke und Abfälle. Der Diskurs bewegt sich inhaltlich um die Zentren Freizügigkeit und Freiheit der Kommunikation und Selbstreflexion.

 

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„Was hier abgeht...“
In diesem Audiotrack erzählt uns ein junger Mann, mit dem wir zufällig ins Gespräch gekommen sind, „was in der Hasenheide abgeht“. Die Hasenheide ist ein Ort mit „besonders hohem Kriminalitätsaufkommen" und ist vom Polizeipräsidium Berlin zu einer Sonderzone erklärt worden, in der die Polizei mit unterschiedlichen Sonderrechten ausgestattet ist. Beispielsweise sind Ausweiskontrollen und Leibesvisitation hier ohne Verdachtsmoment durch die Polizei zulässig. Wie aber kommt es zu dem „besonders hohen Aufkommen“ von Kriminalität? Die Hasenheide hat sich u.a. zu einem Aufenthaltsort von Personen, die auf die Aufnahme oder den Abschluss ihres Asylantrags warten, entwickelt. Musikstudenten, Arbeitslose, Immigranten, Personen unterschiedlicher Nationalitäten, Geschlechts, Hautfarbe etc. kommen hier zusammen, um gemeinsame Musiksessions zu machen. Dafür verlassen die Personen, die auf den Abschluss ihres Asylverfahrens warten, die zum großen Teil in Brandenburg gelegenen Heime und kommen in die Hasenheide. Da Personen mit nicht abgeschlossenem Asylverfahren den Ort ihrer Internierung nicht verlassen dürfen, sind diese Personen, wenn sie sich in der Hasenheide aufhalten, „illegal“. Da diese „Illegalität“ oft vorkommt, wird die Hasenheide zum Sonderbereich erklärt, was Polizisten die Möglichkeit gibt, JEDE Person, die sich hier aufhält, auf gültige Papiere und Aufenthaltsgenehmigung hin zu kontrollieren und entsprechende Durchsuchungen durchzuführen.

Auch der Verkauf und Konsum weicher Drogen spielt hier wohl eine Rolle.

Die spontanen musikalischen und kommunikativen Zusammenkünfte in der Hasenheide sind wahrscheinlich aus Trommelsessions entstanden. Hinzu kamen Geiger, Flötisten, Gitarristen, Sänger, Saxophonisten usw. Menschen, die oft nicht miteinander sprechen können, weil es keine Sprache gibt, die ihnen gemeinsam vertraut ist, machen zusammen Musik. Die Klänge und Formen unterschiedlichster kultureller Hintergründe vermischen sich auf hoch komplexe und kontingente Weise.
Diese Form des Musik-Machens ist ein kommunikatives Modell, auf das wir uns politisch und kulturell beziehen wollen.
[Auschnitt hören, 3 MB] [Download ogg-player]

Please download first an audio-player for ogg-files
Player for Unix /Linux
Player for Windows
Player for Mac OSX


[Hörprobe]

Wir führen Gespräche mit Passanten und denken mit ihnen über Fragen nach, die wir auch in anderen Zusammenhängen, etwa mit Theoretikern und Medienaktivisten, diskutieren. Hier beschäftigt uns zurzeit insbesondere die Frage nach der globalen Freizügigkeit.
Die so entstandenen Aufnahmen werden nicht durch Erzählung oder manipulierendem Schnitt gefiltert, sondern entweder ungeschnitten verwendet oder nach musikalisch-mathematischen Regeln zu assoziativen Kompositionen verarbeitet.

So wie wir die Themen und Fragen aus den aktuellen Gesprächen entwickeln und den Diskurs auf die Straße tragen, sollen umgekehrt die Aufnahmen wieder in den Diskurs zurückübertragen werden.

Wir würden uns freuen, wenn das Gesagte aufgegriffen würde und auf diese Weise neue Diskurs-Fäden entstünden. Im Rahmen jeder Installation werden wir Aufnahmen durchführen, die dann wiederum in lebensweltliche Zusammenhänge zurückgeführt und Ausgangspunkt für weitere Gespräche mit Passanten werden könnten, die dann wieder die Möglichkeit hätten, darauf zu antworten etc. etc.

"Dieses Projekt unterwandert, die Selbstreferentialität des Kunstsystems." Süddeusche Zeitung

 

 

 

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