Till Nikolaus von Heiseler Daniela Schiffer tnvh tnvh Daniela Schiffer Till Nikolaus von Heiseler Till Nikolaus von Heiseler Daniela Schiffer tnvh tnvh Daniela Schiffer Till Nikolaus von Heiseler

 about      blog       Ohne Titel [23]       Hasenheide Talk      mailing-list       participate!      contact

ENGLISH

In-KLO-sion / Exklusion
Klangkunst auf öffentlichen Klos

In-KLO-sion/Exklusion ist eine Sound-Installation auf öffentlichen und halböffentlichen Klos in Kunst- und Kulturinstitutionen.

Das Material für die Installationen besteht aus dem Überhörten, dem Marginalen, dem „Nicht-Wertvollen“, dem Zufälligen, dem Kontingenten, dem sogenannten „Abfall“.

Die Installation fand bisher in der Berliner Volksbühne, im Kunstraum Kreuzberg und in der Gemäldegalerie Berlin statt.

Hörproben

[01]

min 10-11

[02]

min 20-21

[03]

min 30-31

[Download ogg-player]

 

Es ist kein Zufall, dass unser Thema mit dem Ausgangspunkt der Systemtheorie, der Unterscheidung zwischen Einschluss und Ausschluss (System und Umwelt) zusammenfällt.

 

Realisation
Zur Eröffnung der Installation ist es möglich, eine Performance durchzuführen.

Falls Sie sich als Veranstalter für das Projekt interessieren, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf.


Kommentieren
Sie können das Projekt auf unserem Blog kommentieren.

 

 

Der Ort
Das „öffentliche Klo“ ist ein Ort der Ruhe und Nicht-Repräsentation. Es ist ein Ort, an dem man keine Repräsentationen erwartet und sich nicht aufhält, um etwas aufzunehmen. Das Klo symbolisiert aber auch das Versteckte, Abgewertete und Ausgeschlossene.

Auf der Ebene des Gebrauchs erscheint das Klo als ein besonderer Ort der Privatheit. Hier muss man nicht darauf achten, wie man wirkt. In einer Kunstausstellung wirkt neben der Aisthesis immer auch der Geschmack. In der geschmacklichen Dimension geht es nicht darum, ein Kunstwerk wahrzunehmen, sondern wahrzunehmen, wie man bei dieser Wahrnehmung wahrgenommen wird, und sich entsprechend zu positionieren. Dieses Positionieren läuft auf dem Klo ins Leere. Wir erhoffen uns auf diese Weise eine Ansprache des Einzelnen auf der Hinterbühne.

Dadurch, dass der Klobesuch nicht Selbstzweck ist, sondern von einer körperlichen Funktion diktiert wird, gibt es keine Möglichkeit, sich der Klanginstallation zu entziehen. Das, was überhört und übersehen wird, das, was abgewertet wird oder man uninteressant findet, erreicht das Ohr des Besuchers.

Die symbolische Bedeutung des Ortes erscheint vor allem in der Beschreibung und Thematisierung. Das Klo ist hier der abgewertete Ort. Wenn wir nun gesellschaftlich Abgewertetes und Übersehenes in diesen Kontext der Abwertung stellen, affirmieren wir eine gesellschaftliche Realität und verlassen gerade damit den Boden des politisch Korrekten.


Theorie
Der thematische Schwerpunkt Inklusion/Exklusion wird vor zwei Horizonten behandelt: Einerseits konkret gesellschaftlich - als sozialer Einschluss und Ausschluss, Zugang zu Bildung, Information und Kommunikation, zu Wissen, knappen Gütern und zu Orten, nicht zuletzt durch das Haben oder Nicht-Haben von Geld und Papieren - und andererseits vor dem Horizont von Identität, Selbstbeschreibung, sozialer Rolle und Biografie. Jede Reputation konstruiert sich mit Hilfe von Geheimhaltung und jede Identität gewinnt ihre Kontur am Anderen.

Do we need a World Constitution?
Wie wäre es möglich, gegen das eigene Denken anzudenken? (pdf)
Was ist Emanzipation? e-mail an meinen Freund Gusztáv Hámos (pdf)

Das Projekt versucht, das Überhörte, hörbar zu machen. Was das Überhörte im Einzelnen ist, hängt vom gesellschaftlichen Kontext ab.

Synopsis

Das Material für die Installationen besteht aus dem Überhörten, dem Marginalen, dem „Nicht-Wertvollen“, dem Zufälligen, dem Kontingenten, dem so genannten „Abfall“.
[ pdf |HTML]

Für die Realisierung des Projekts wollen wir uns parasitär an symbolisch aufgeladene Räume, an Orte der Kunst, Kultur und Wissenschaft anlagern. Hierbei bleiben wir jedoch immer das (eingeschlossene) Ausgeschlossene, die Außenseiter und Aussätzigen. Wir affirmieren damit exemplarisch und kritisch die Abwertung des Fremden und Zufälligen.

Installationen in Berlin


"Ja"[]

Ort: Gemäldegalerie, Kulturforum

Zeitraum: 17.11.2005 - 28.02.2006
[more]

 

+ + + + + +

"Hack the Border"[]

Zeitraum: 16.01.2005
Klos im zweiten Stock der
Volksbühne, Sternenfoyer

 

[Hörprobe, 20 MB]

+ + + + + +

"Hack the Border"[]

Zeitraum: 14.01.2005 - 03.02.2005
Öffnungszeiten: 12-19 Uhr / Di-So

Im Rahmen der hack.it.art Ausstellung im
Kunstraum Kreuzberg

[Hörprobe, 20 MB]

„Wenn du mit ImmigrantInnen zu tun hast, und begriffen hast, dass die Tatsache, dass diese Menschen diese Grenzen überschreiten, ein Akt ist, der von einer großartigen Autonomie zeugt, auf die wir uns politisch beziehen wollen und die nichts damit zu tun hat, dass sie die Opfer von Flucht, Vertreibung, Folter oder ganz bösem Kapitalismus und so weiter sind, weil genau das den Menschen ihre Subjektivität raubt – so wie die Linke normalerweise darüber nach gedacht hat oder größtenteils immer noch darüber nachdenkt -, was dann zu diesem komischen Assistenzrassismus oder diesem mitleidsvollen, kirchenasylartigen „wir helfen ihnen mal bis zu einem gewissen Grade“ führt, wo aber das Verhältnis klar definiert bleibt, wer hier in der Lage ist, wem zu helfen, und wer hier festlegt, wie lang diese Hilfe gilt und wann sie nicht mehr gilt und nach welchen Kriterien sie ausgegeben wird – dann prägt das die Weise, wie man über die Welt nachdenkt.“ (fls)

+ + + + + +

"Das Überhörte" [] Zeitraum: 04. - 12.02.2005
Öffnungszeiten: 12-19 h / Di-So
Im Rahmen der hack.it.art Ausstellung

Kunstraum Kreuzberg

"Das Überhörte" ist auf der Eröffnung der hack.it.art Ausstellung aufgenommen worden. Es handelt sich um einen ungeschnittenen One-Shot.

 

[audio] Würde dies nicht eher einer Methode bedürfen als einer Parteinahme für diese oder jene Minorität?
[audio] Wie kann die NEUE METHODE das Überhörte hörbar machen?
[audio]

Was ist AHA? Was ist hack.it.art? Was ist ein Rhizom? Wer ist Tatiana B.?