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* Am 6. Dezember 2003 fand in den
Räumen des bootlab das erste Mal die Veranstaltung transfiction /
screen it! statt.
Der Abend bestand aus zwei Teilen : a) Transfiction - hierbei geht es
um multiauktoriale non-lineare Videogeschichten, in denen sich Fiktionalität
und Wirklichkeit vermischen und b) screen it! - hier hatte jeder die Möglichkeit,
mitgebrachtes Material zu zeigen und zur Diskussion zu stellen. Ursprünglich
wollten wir beide Teile aufeinander folgen lassen und zeitlich trennen,
haben dann aber beide Teile miteinander verschmelzen lassen.
Line-up:
Einführung von Daniela Schiffer - 8 Min.
Sometimes I am so lonely - von Till Nikolaus von Heiseler / Janus
von Abaton, Kamera: Andrés Fuentes Cannobbio - 18 Min.
L'air bleu - von und mit Ann-Katrin Schaffner 4 Min.
Hörig - von Sophia Nabokow - 12 Min.
Mars News von Andrés Fuentes Cannobbio 4 Min.
Drei Jahre später - Interview von Till Nikolaus von Heiseler
- 10 Min.
Keep the light on - Dokumentarfilm von Ann-Katrin Schaffner - 47
Min.
Fremdkörper - von Katja Pratschke und Gusztáv Hámos
- 28 Min.
Videotracks
Die Situation - Gusztáv Hámos
über das Filme-Machen
Die Probe - Daniela Schiffer
Der Kommentar - Sanja Spengler
...view pics
* Es wäre zu diskutieren, ob
wir aus dem Abend eine DVD machen wollen, auf der alle Beiträge,
wie oben aufgelistet, zu finden sind. Ergänzt werden könnten
die Beiträge durch Interviews mit den Filmemachern. Themen: kollaborative
Arbeitsformen, individuelle und kollektive Methoden, Wechselseitigkeit,
Copyright und seine Alternativen , No-budget-Produktionsweisen, Probleme
der filmischen Perspektive etc.
1. transfiction
Die Grundidee besteht darin, in einer vernetzten Struktur an gemeinsamen
Geschichten zu arbeiten und wechselseitige Formen des Erzählens zu
erfinden. Hierbei sollen unterschiedliche Medien genutzt werden: Video,
Audio, Text, I-Net, Ausstellung etc.
ZIELE:
- nicht-lineare Erzählweisen erproben
- intermedial arbeiten (Text, Bild, Video, I-Net)
- mit multi-auktorialen Erzählweisen und kollektiver
Phantasie experimentieren
- no-budget-Produktionsweisen erproben
- Perspektivische Genauigkeit und stilistische Vielfalt
erreichen
THEMEN:
- Medien- und Gesellschaftstheorie
- Zusammenhang von Format und Lebenswelt
- Formate
- Experimentelle Produktion
- Reproduzierbarkeit, Archiv und Copyright
Nachdem man sich auf eine Rahmenerzählung in formalisierter Weise
geeinigt hat, übernehmen Autoren oder Autorengruppen unterschiedliche
Perspektiven für unterschiedliche Stränge der Geschichte bzw.
unterschiedliche Perspektiven. Die angestrebten Formate werden als Arbeitshypothese
benannt. Alles produzierte Material wird in das Produktionsarchiv des
Projektes eingespeist. Jeder kann alles verwenden. (Jeder Autor oder jede
Autorengruppe wählt selbst Stil und Erzählweise. Über eine
perspektivische Rahmung können sich die Beteiligten verständigen.)
Die Hyperstruktur kann - wenn sie narrative
ist (also ein Ende hat) - so gebaut werden, dass in keinem Fall Material
zwei Mal vorkommt.
Transfiction kann auch andere Medien verwenden
als Video: Stehende Bilder, Texte und Audio können in Ausstellungen
auf tatsächliche Wechselseitigkeit ausgerichtet werden. Dann würde
die Distribution mit einer Produktion zusammen fallen.
Die Distributionsform von Transfiction
ist das Narrative VJ-ing
und digitale Formen, in denen der Rezipient seinen eigenen
Weg geht (Internet bzw. DVD).
Beispiele für Transfiction => TheStoryofBoris

1.2 Screen it!
In unregelmäßiger Frequenz findet die Kontaktbörse transfiction/screen
it! statt. Dieses Treffen könnte mit einer mailinglist und einem
Archiv für Personen verbunden werden, die experimentelle Videoformate
entwickeln wollen. In der Mailingliste können die unterschiedlichen
Projektgruppe ihre Zwischenergebnisse posten und zu offenen Arbeits- und
Produktionstreffen einladen oder zum gemeinsamen Materialsichten oder
dem Zeigen von Zwischenergebnissen.
Jede transfiction / screen it! Veranstaltung
wird von einer anderen Person moderiert. Der Moderator stellt über
den Newsletter seine Konzeption vor und ruft alle auf - ggf. zu einem
Thema -, Film und Videobeiträge in der entsprechenden Form mitzubringen.
Vidfactum
- Mailingliste für experimentelle Videoarbeit in Berlin.
formatLabor
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