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Sinn & Ziel 
*Die NEUE METHODE (und die mit ihr vernetzten Projekte) versteht Audio & Video nicht nur als Medium der Verbreitung und als Möglichkeiten, Produkte herzustellen, sondern auch als Medienkommunikation.

Daraus ergeben sich unterschiedliche theoretische und praktische Ansätze; beispielsweise die Betrachtung von Sender- und Empfängerverhältnissen, Video als Brief
(Media for One) und die Frage, für welche Art der Kommunikation sinnvollerweise welche mediale Form zu wählen ist.

Der Sinn der NEUEN METHODE ist die Entwicklung von:

1. neuen und auch ungewöhnlichen Formen der Benutzung von Audiovisualität,
2. modellhaften Arbeitsformen im Bereich
        Planung/Konzeption/Drehbuch,
        Durchführung, Postproduktion und
        Präsentation,
3. multiauktorialen Produktions- und Präsentationsmöglichkeiten,
4. improvisatorischen Produktionsweisen, in sich denen Wirklichkeit und Fiktion vermischen
5. interaktiven Präsentationstechniken.
Experimentell und theoretisch werden folgende Themen behandelt:
1. Die Perspektive als Zentralproblem des Films
2. Der Unterschied zwischen Video und Audio
3. Die Unterscheidung zwischen dem physikalischen Medium Audio-Visualität und seiner gesellschaftlichen Ausprägung in TV und Kino
4. Die Bedeutung des imaginierten Adressaten
5. Wie können Elemente des Theaters und des Kinos vermischt werden?
6. Wie wäre es möglich, andere dazu zu motivieren, zum Sender zu werden?
7. Massenmediale ästhetische & geschlechtsspezifische Stereotype
8. Wie kann Video und Audio für Diskurse mit Anwesenden und Abwesenden genutzt werden?
9. Welche intermedialen Anschlüsse sind an das Video möglich?
10. Welche technischen und ästhetischen Möglichkeiten halten Produktionsarchive bereit?
Das Ziel der NEUEN METHODE ist:
1. Erhöhung der kommunikativen und medialen Kompetenz von Jugendlichen und Erwachsenen (mediale Aufklärung)
2. Entwerfen von Ideal-Szenarios der Kommunikation und ihr experimentelles Erproben bzw. Zielen nach diesen Szenarios. Dies schließt auch das Zielen auf Reproduktionsfähigkeit mit ein.
3. Repräsentation der massenmedial Unterpräsentierten und damit das Schaffen von "Anti-Images"= Bilder von Einzelnen (sowohl jenseits des Clichés des Gewinners als auch des Leitbildes des "kommerziell angepassten Unangepassten" {Gegenmonumente})
4. Entwicklung eines Diskurses über das globale Eher-Besser und Einübung der universellen Perspektive
5. Das Transzendieren sozialer Waben durch den Einblick in fremde Lebenswelten.